Warum? - Förderverein der Notfallseelsorge Mayen-Koblenz e.V.

Förderverein der Notfallseelsorge
Mayen-Koblenz e.V.
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Über uns
Warum?

Im täglichen Leben werden Menschen häufig mit Situationen konfrontiert, die sie teilweise überfordern. Es sind Notfälle, die erschrocken machen oder sogar bis an den Rand der Hilflosigkeit führen. Das plötzliche, unerwartete Geschehen ändert von einem Moment zum anderen alles Denken und Handeln. Jeder von uns kann davon betroffen und auf die Hilfe anderer angewiesen sein. Auch auf Hilfe, an die eigentlich kaum jemand denkt: Auf Hilfe für die Seele.

Feuerwehrleute versuchen den Verletzten aus seinem Auto zu befreien. Die Männer und Frauen vom Rettungsdienst versorgen andere Opfer. Die Polizei sichert die Unfallstelle, dass nicht noch mehr passiert. Der Notarzt kämpft um das Leben eines Menschen. Ein Toter wird weggebracht. Daneben Menschen – selbst kaum verletzt – den Schrecken im Gesicht geschrieben, am ganzen Körper zitternd, bangen um den Ehemann, beweinen der Toten (wenn sie noch weinen können), laufen orientierungslos umher, starren ins Leere, können den Blick nicht von dem Schrecklichen wenden, schreien, Kinder wimmern…

Mit einem Mal scheint alles zerstört, scheint der Boden unter den Füßen wie weggerissen.

Die individuelle Katastrophe hat viele Gesichter: Da ist die Angst und Einsamkeit des verletzten Autofahrers auf der Trage, da ist die Verzweiflung der Familie, die hilflos zusehen muß, wie ihr Hab und Gut mit allen persönlichen Dingen in Flammen aufgeht und da ist die Ehefrau, die eben noch mit ihrem Mann das Wochenende geplant hat und nun nach dessen plötzlichen Herzinfarkt und erfolgloser Reanimation traurig und fassungslos Abschied nehmen soll.

Überall und zu jeder Zeit kann jeder von uns in eine solche Situation geraten. Wer es selbst erlebt hat, weiß, wie sehr man sich in diesem Moment nach menschlicher Begleitung, nach einem Wort des Zuspruchs sehnen kann.

Die Notfallseelsorge Mayen-Koblenz möchte Opfern und Angehörigen Beistand in Extremsituationen bieten. Sie möchte dort sein, wo alle anderen Helfer andere wichtige Aufgaben haben, sie möchte Zeit haben, wo andere schon wieder zum nächsten Einsatz müssen, möchten unterstützen, Mut machen, trösten.
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