Wie alles begann - Förderverein der Notfallseelsorge Mayen-Koblenz e.V.

Förderverein der Notfallseelsorge
Mayen-Koblenz e.V.
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Über uns
Wie alles begann...

"Niemals aufgeben - auch wenn es schwer wird"

Heute gehört das Wort “Notfallseelsorge” schon fast zum täglichen Gebrauch. Immer wieder wird in Medien erwähnt, dass die beteiligten Personen von Notfallseelsorgern betreut und begleitet wurden.

Wenn wir für unser Team Mayen-Koblenz einmal Rückschau halten, dann stellen wir fest, dass wir einen sehr, sehr langen, steinigen Weg hinter uns haben um dort anzukommen, wo wir heute sind. Als wir mit unserer Planung begannen, hat man die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung noch nicht erkannt. Ja, man war sogar der Meinung, dass es in unserer Umgebung keine Menschen gibt, die auf seelische Hilfe angewiesen sind weil sie einer Extremsituation ausgesetzt waren. Trotz vieler Negativerfahrungen kam Aufgeben für uns nicht in Frage. Und was bekannt lange währt, führte auch uns, Schritt für Schritt zum Erfolg. Wie viele Türklinken wir bis dahin geputzt hatten, haben wir leider nicht gezählt. Die letzte Tür, die wir öffneten, führte uns zum damaligen Landrat des Landkreis Mayen-Koblenz. Er zeigte großes Interesse für unser Vorhaben und nach einigen Diskussionen und allerlei hin und her kamen wir unserem “Traum” sehr nahe. Wir sprachen mit der gleichen Sprache, und die “Geburtsstunde” unseres Wunschkindes lag in den Wehen. Damit das ganze Unternehmen auch gleich den richtigen Paten hatte, machte es der Landrat zur “Chefsache” und reihte es in die Reihe des Zivil- und Katastrophenschutzes des Landkreis Mayen-Koblenz ein. Die Notfallseelsorge Mayen-Koblenz erblickte somit 1996 das Licht der Welt und sollte wachsen und gedeihen.

Aber, das war gar nicht so einfach – es war ausgesprochen schwer. Auf der einen Seite mussten wir Teammitglieder finden, die bereit waren, sich auf eigene Kosten einer vorgeschriebenen Ausbildung zu unterziehen. Auf der anderen Seite mussten wir uns an das mitleidige Lächeln der Einsatzkräfte gewöhnen, wenn auch wir plötzlich am Einsatzort erschienen und unsere Arbeit leisten wollten. Die Akzeptanz für uns war sehr gering, aber wir haben es überlebt.

Nachdem wir genügend professionell ausgebildete Kollegen und Kolleginnen hatten, gingen wir 1999 mit unserer Arbeit an die Öffentlichkeit, um jedem die Möglichkeit zu geben, uns und unser Team kennen zu lernen.

Als Erstausstattung bekam jeder eine gelbe Einsatzjacke und ein paar Sicherheitsschuhe. Dazu gab es noch einen Einsatzkoffer, der immer in den Händen des jeweiligen wöchentlich wechselnden Bereitschaftsdienstes war.
Bald merkten wir, dass uns etwas ganz wichtiges fehlte: eine Möglichkeit, wo wir ungestört und unbeobachtet betroffene Personen betreuen konnten. Bisher war jeder von uns zu seinen Einsätzen mit seinem Privat-PKW gefahren, was auch zu mancherlei Schwierigkeit geführt hatte. Also machten wir uns auf den Weg und sammelten fleißig Spenden, denn wir benötigten ein richtiges Einsatzfahrzeug. Es war ein gutes Gefühl, dass wir bei den Sammelbesuchen sehr viel Zuspruch für unser ehrenamtliches Handeln erhielten. Der größte Teil wurde jedoch aus privater Tasche finanziert. Als das Geld ausreichte, trat unser neues Mitglied seinen Dienst an: “Ralf-Otto”, ein VW-Bus T4 in nicht zu übersehendem Gelb. Er hatte von außen verdunkelte, undurchsichtige Fenster und eine gute Inneneinrichtung, die von einer Firma zusätzlich gesponsert wurde. Wir waren sehr überrascht und dankbar, denn sonst hätten wir dafür noch einige Zeit sparen müssen. Außerdem war unser Auto ausgestattet mit Blaulicht und Martinhorn, um im Notfall von anderen Verkehrsteilnehmern besser eingeschätzt werden zu können. Plötzlich waren wir nicht nur sichtbar, sondern auch nicht mehr zu überhören.

Vom Landrat bekam jeder einer Berufungsurkunde sowie einen Dienstausweis und ab diesem Moment konnten wir uns wirklich so nennen, wie wir es schon immer beabsichtigt hatten: Notfallseelsorge des Landkreis Mayen-Koblenz. Nach der Landtagswahl konnte der neue Landrat eine schon recht gut laufende “Chefsache” übernehmen und sich für den weiteren Ausbau einsetzen.

Im Laufe der Jahre wurden wir auch von den verschiedenen Rettungseinheiten immer mehr akzeptiert. Seit dem 01.01.2011 (Richtlinie “Gruppe Notfallseelsorge”-Landkreis Mayen-Koblenz vom 01.01.2011) sind auch speziell ausgebildete Einsatzkräfte verschiedener Rettungsorganisationen im Bereich Einsatznachsorge innerhalb der Notfallseelsorge Mayen-Koblenz tätig.

Am 27. August 2013 wurde in einer Versammlung mit 13 Gründungsmitgliedern der Förderverein der Notfallseelsorge Mayen-Koblenz e.V. gegründet. Die Gemeinnützigkeit wurde durch das Finanzamt anerkannt und die Aufnahme in das Vereinsregister über das Amtsgericht Koblenz vorgenommen. Durch den Förderverein haben wir nun weitere Möglichkeiten die Notfallseelsorge Mayen-Koblenz zu unterstützen.

Aber, das soll nicht der letzte Stand sein, denn es gibt noch viel zu tun, um betroffenen Menschen noch schneller und effizienter Hilfe zukommen zu lassen. Vieles ist eine finanzielle Sache, aber wir arbeiten daran und sind für jegliche Unterstützung dankbar.
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